Reframing – Der Welt einen Rahmen geben

Reframing ist ein wichtiges Tool, um der Welt einen neuen Rahmen zu geben und so ein psychologisches Gleichgewicht zu erlangen.

Kunst liegt im Auge des Betrachters, das weiß jeder.
Wenn wir in einer Galerie oder einem Museum stehen, uns ein Bild ansehen, wenn wir darüber entscheiden ob es uns gefällt oder nicht, dann betrifft diese Entscheidung nicht nur das Bild, sondern auch seinen Rahmen.
Der Rahmen kann sogar darüber entscheiden, wie wir das eigentliche Bild bewerten.  Diese Erkenntnis kann für unseren Alltag Gold wert sein, denn auch wir können Situationen und Verhalten einen anderen Rahmen verleihen.
So können wir unangenehme Dinge in einen neuen Kontext setzen.
Diesen Vorgang nennt man Reframing.

Wie setzt man Reframing ein?

Um ein Verhaltensmuster zu Reframen muss eine Vorgehensweise sowie eine Absicht gesehen werden.
Wir wollten zum Beispiel immer schon mehr Sport treiben. Dieses Vorhaben mussten wir jedoch immer wieder zurückstellen, um mehr Zeit mit der Familie zu verbringen.  

Wir sollten uns bewusst werden, welche gute Absicht wir verfolgen – in unserem Fall dem Körper etwas Gutes zu tun und für die Familie da zu sein.
Unser Verhalten hindert uns jedoch daran, beide Vorhaben gleichermaßen zu erfüllen. Uns fehlt einfach die Zeit um allen Zielen gerecht zu werden.
Nun sollten wir den Rahmen verändern und überlegen, wie beide Absichten genauso gut, oder sogar noch besser erfüllt werden können. 

Wir könnten z.B. andere Zeiträume nutzen, welche wir ohnehin nicht mit der Familie verbracht hätten. Die Mittagspause bietet sich hier zum Beispiel an. Oder aber wir machen den Sport zu einer Familiensache und treiben gemeinsam Sport. Das macht ohnehin viel mehr Spaß.

Man kann nicht nur Verhalten Reframen!

Es lassen sich aber nicht nur Absichten und Verhaltensweisen in einen neuen Rahmen packen, sondern auch Situationen.

Dein Chef teilt Dir mit, dass Ende des Jahres Dein Arbeitsvertrag aus wirtschaftlichen Gründen gekündigt wird. Es wäre nur verständlich, wenn Dich nun die Verzweiflung packt. Du kannst aber auch den Rahmen ändern und denken: „Wunderbar! Ich verlasse das sinkende Schiff, bevor es ganz untergegangen ist und habe endlich die Möglichkeit, das zu machen, was eigentlich schon seit Jahren mein Wunsch ist.“ 

Refraiming ist mehr als positives Denken. Es ist eine realistische Neubewertung des Verhaltens oder einer Situation und die Suche nach alternativen bzw. besseren Möglichkeiten.
Du änderst die Rahmenbedingungen und erhältst so eine andere Perspektive. Du erweiterst Deine Sicht und schaffst völlig neue und positive Lösungsansätze. 

Viel Erfolg, beim Reframen!

Weitere Videos findest Du auf dem Empalogics-YouTube-Kanal, oder aber direkt hier!

Quellen

Wissenschaftliche Quellen:
Beck, A (1997). The past and the future of cognitive therapy. Journal of Psychotherapy Practice and Research, 6, 276-284
Dearing, R. L. (2010). The art of reframing life experiences—Developing resilience to adversity. PsycCRITIQUES, 55(13). https://doi.org/10.1037/a0018352
Greve, N. (2013). Reframing. In: Techniken der Psychotherapie. Ein methodenübergreifendes Kompendium. Stuttgart, 101 ff.
Ray, R.D., Ochsner, K.N., Cooper, J.C., Robertson, E.R., Gabrieli, J.D.E. & Gross, J.J. (2005). Individual differences in trait rumination and the neural systems supporting cognitive reappraisal. Cognitive, Affective & Behavioral Neuroscience, 5, 156-168

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