Facial Feedback Hypothese – Wie Mimik Deine Stimmung beeinflusst

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Mit Facial Feedback kannst du dein Wohlbefinden deutlich steigern, denn Mimik hat nachweislich einen Einfluss auf unsere Stimmung. Was man unter dem Effekt versteht und wie du ihn für dich nutzen kannst.

Was bewirkt der Facial Feedback Effekt?

Sicher ist dir schon mal folgendes passiert: Du stehst morgens auf und hast schlechte Laune. Vielleicht bist du müde oder es steht eine unangenehme Aufgabe bei der Arbeit an.

Zwei Frauen, welche sich gegenseitig anlachen

Facial Feedback in Perfektion

Was kannst du jetzt gegen deine schlechte Laune tun?

Entweder Du lässt deinem Frust freien Lauf und ärgerst dich weiter über die Welt oder Du beginnst einfach zu lächeln. Du wirst schnell merken, dass sich deine Stimmung bessert. Denn dein Gehirn geht durch das Lächeln davon aus, dass es dir gut geht.

Berechtigterweise kannst Du jetzt einwenden: „Mir ist aber nicht zum Lächeln zumute!“. Egal – mach es trotzdem! In diesem Fall muss das Lächeln nicht echt sein – die Augen müssen also nicht mitlachen. Es reicht bereits aus wenn du nur mit dem Mund lachst, um Glückshormone auszusenden und dein Wohlbefinden zu steigern.

Dieser Facial Feedback Effekt beeinflusst also deine Stimmung positiv – aber die Mimik hat auch eine große Wirkung auf unsere Mitmenschen.

Die Wirkung unserer Mimik auf andere Menschen

Ein weiterer toller Effekt ist, dass wir nicht nur die eigene Stimmung mit Facial Feedback beeinflussen können, sondern auch das Verhalten unserer Mitmenschen (ganz ähnlich wie bei der selbsterfüllenden Prophezeiung).

Lächelnde Frau, lächelnder Mann - ein Beispiel für Facial Feedback

Mimik wird von unserem Gegenüber gespiegelt.

Lächeln wir andere an, so wird dieses in den meisten Fällen von unserer Umwelt gespiegelt und wir bekommen ein Lächeln zurück. Verantwortlich hierfür sind die sogenannten Spiegelneuronen.

Mit einem Lächeln veränderst Du damit sowohl dein Wohlbefinden als auch das deiner Mitmenschen. Außerdem wirst du automatisch als freundlicher und sympathischer wahrgenommen, was sich in der Regel positiv auf deinen Tag und die Erreichung deiner Ziele auswirkt.

Bitte lächeln: Der Trick mit dem Stift

Wenn dir das Lächeln dennoch schwer fällt, probiere diesen Trick aus:

Nimm Dir einen Stift und klemme ihn zwischen die Schneidezähne, so dass er deine Lippen nicht berührt. Halte den Stift in dieser Position für ca. 1 Minute. Du wirst feststellen, dass dies allein sich schon auf Deinen inneren Zustand auswirkt.

Tu dies am Besten wenn Du alleine bist, es sei denn du möchtest mit jemandem dringend ins Gespräch kommen 😊

Lachender Mann

Das Trainieren von Facial Feedback kann eine Menge Spaß machen!

Facial Feedback Hypothese – das Wichtigste zusammengefasst:
  1. Wir können unsere Stimmung mit Hilfe unserer Mimik beeinflussen, selbst wenn diese nur gespielt ist.
  2. Unsere Mitmenschen spiegeln Mimik. Wenn wir lächeln, lächeln sie zurück.
  3. Einen Stift zwischen die Zähne zu klemmen kann dir helfen ein Lächeln zu erzeugen, auch wenn du dich nicht danach fühlst.

Weitere Videos findest Du auf dem Empalogics-YouTube-Kanal, oder aber direkt hier!

Quellen

Wissenschaftliche Quellen
Buck, R. (1980). Nonverbal behavior and the theory of emotion: The facial feedback hypothesis. Journal of Personality and Social Psychology, 38(5), 811–824. https://doi.org/10.1037/0022-3514.38.5.811.
Davis, J. I., Senghas, A., & Ochsner, K. N. (2009). How does facial feedback modulate emotional experience? Journal of Research in Personality, 43(5), 822–829. https://doi.org/10.1016/j.jrp.2009.06.005.
Kaiser, J., & Davey, G. C. L. (2017). The effect of facial feedback on the evaluation of statements describing everyday situations and the role of awareness. Consciousness and Cognition: An International Journal, 53, 23–30. https://doi.org/10.1016/j.concog.2017.05.006.
Lewis, M. B. (2012). Exploring the positive and negative implications of facial feedback. Emotion, 12(4), 852–859. https://doi.org/10.1037/a0029275.
Schallhorn, C., & Lunde, J. (1999). The facial feedback hypothesis: Are emotions really related to the faces we make? In L. T. Benjamin, B. F. Nodine, R. M. Ernst, & C. B. Broeker (Eds.), Activities handbook for the teaching of psychology, Vol. 4. (pp. 228–231). Washington, DC: American Psychological Association.

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